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Die Auswahl des Materials bestimmt Ausdruck, Haltung und Klang von Architektur. Genauso wirkt die Wahl der Worte auf den Text. Feinheiten und Zwischentöne verschaffen Strukturen erst eine Emotion. Als Architekt und Texter orientiere ich mich bei dieser Auslese an Rhythmus, Angemessenheit und Klarheit.

Zur Beziehung von Architektur und Text

 

Wir verwenden Begriffe aus der Sprachwissenschaft, um Baukunst zu beschreiben: Architektur hat eine „Sprache“, eine „Rhetorik“ oder „Grammatik“. Für Le Corbusier war es die „klare Syntax“, durch die Architektur erst lebendig und zur emotionalen Erfahrung wird.

Auf die Verwandtschaft räumlicher und sprachlicher Gestaltung verweist auch die Bedeutungsentwicklung von „Text“. Erst ab dem späten Mittelalter begann dieses Wort die Schriftform von Sprache zu bezeichnen. Die räumliche und strukturelle Bedeutung von „Text“ ist jedoch bereits im lateinischen texere angelegt, welches weben, flechten, zusammenfügen oder auch bauen bedeuten kann.

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